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SC Sand schafft Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale

Der SC Sand hat seine Pflichtaufgabe erfüllt und in der zweiten Runde des DFB-Pokals den um zwei Spielklassen niedriger angesiedelten SV Göttelborn mit 4:1 besiegt und steht damit im Achtelfinale. Die Partie im Saarland wurde mit einem Monat Verspätung angepfiffen, da zum ursprünglichen Termin ein positiver Corona-Fall aufseiten des Bundesligisten eine Austragung nicht zuließ. In der nächsten Runde trifft der SC Sand nun auf den Ligakonkurrenten Turbine Potsdam und muss so mit dem ebenfalls noch zu absolvierenden Rückrundenspiel in der Bundesliga im kommenden Frühjahr gleich zweimal die weite Reise quer durch die Republik antreten.

Der SC Sand traf auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz im saarländischen Quierschied auf einen sehr defensiv eingestellten Gegner, der immerhin mit dem Selbstvertrauen aus fünf Siegen in Folge in der Regionalliga auflaufen, allerdings Corona-bedingt aufgrund der ruhenden Liga zuletzt keine Spielpraxis sammeln konnte. Jedenfalls schickte der Trainer der Saarländerinnen, Kai Klankert, seine Elf mit einer defensiven Fünferkette und einer davor staffierten Viererformation aufs Feld. Einzige Speerspitze war die ehemalige Sander Bundesligaspielerin Selina Wagner.
Göttelborn präsentierte sich von Beginn an sehr motiviert und spielstark und ließ zunächst keine gefährlichen Sander Aktionen zu. Die erste gefährliche Spielzug der Gäste aus der Ortenau führte prompt zum 0:1. Leonie Kreil setzte sich über die rechte Sander Angriffsseite durch und fand mit ihrer flachen Hereingabe Emily Evels, die abgezockt zum 0:1 verwandelte. In der Folgezeit hatten aber auch die Gastgeberinnen ihrer Möglichkeiten – so musste einmal Patricia Balcerzak nach einem Eckball auf der Linie retten (19.), ein ander Mal vergab Claudia Pilger frei vor dem Sander Gehäuse (33.). Dazwischen hätte sich Göttelborns Torhüterin Nadine Winckler das Leder fast selbst ins eigene Gehäuse gelegt (31.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stand erneut Pilger im Mittelpunkt, die die inkonsequente Sander Abwehrarbeit aus kurzer Distanz vollkommen frei vor Jacintha Weimar nicht nutzen konnte und an der Sander Keeperin scheiterte. Allerdings landete deren glänzende Fußabwehr direkt vor den Beinen von Wagner, die gegen ihren ehemaligen Verein keine Gnade kannte und das Leder zum 1:1-Ausgleich in die Maschen setze (50.). Der Jubel der Gastgeberinnen war aufgrund des Ausgleichs freilich groß, verstummte allerdings mit dem darauffolgenden Sander Angriff gleich wieder. Patrica George setzte sich über die linke Seite durch und fand in der eingewechselten Danielle Tolmais eine Abnehmerin, die in bester Stürmermanier auf den ersten Pfosten lief und den Ball im kurzen Eck unterbringen konnte. Es war der erste Pflichtspieltreffer für Tolmais nach dieser sehenswerten US-amerikanischen Kombination.

In der Folge schwanden bei den Gastgeberinnen die Kräfte, was Dörthe Hoppius auszunutzen wusste. Nach Vorarbeit von Kreil traf sie in der 59. Minute zum vorentscheidenden 1:3 aus 16 Metern flach ins lange Eck, fast am selben Fleck landete das 1:4 aus etwas kürzerer Distanz nach Vorlage von Evels.

„Das war heute auf einem schwer zu bespielenden Platz ein Pflichtsieg – nicht mehr und nicht weniger“, sagte Sands sportlicher Leiter Sascha Reiß nach der Begegnung mit dem Blick auf die noch zwei ausstehenden Bundesliga-Begegnungen an den kommenden beiden Sonntagen in Leverkusen und zu Hause gegen Bayern München, ehe es Anfang Februar in Essen weiter geht.

SV Göttelborn: Winckler – Hager (90. Kriesch), Franz, Dörr, Theil, Reiter – Pilger, Martin, Reifenberg (76. Sauer), Selensky (90. Dejon) – Selina Wagner (90. Celine Wagner).
SC Sand: Weimar – Brandenburg, Moorrees, Caldwell, Sakar (46. Tolmais) – Balcerzak, George (60. Loos), Blagojevic, Evels (74. Gavat), Kreil – Hoppius (74. Lohmann).
Schiedsrichterin: Ines Appelmann (Alzey) – Zuschauer: keine – Tore: 0:1 Evels (17.), 1:1 S. Wagner (50.), 1:2 Tolmais (52.), 1:3 Hoppius (59.), 1:4 Hoppius (67.).

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: Sportfotografhasselberg
Veröffentlicht am 06.12.2020 um 19:51

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