Erster Punkt und erstes Auswärtstor in der Fremde.

Erster Punkt und erstes Auswärtstor in der Fremde. 1:1 (1:0) hieß es am Sonntag im Gastspiel beim FC Bayern München nach 95 umkämpften Minuten. Nina Burgers Kopfballtreffer in der 71. Minute führte zum Punktgewinn.

Willstätt-Sand/München.
Sands Trainer Sascha Glass änderte das zuletzt erfolgreiche Team auf zwei Positionen: Für die verletzte Laura Vetterlein (Muskelfaserriss) rückte die Österreicherin Marina Georgieva in die Abwehr und für Dina Blagojevic (Knieblessur) spielte zunächst Jasmin Sehan.
In Durchgang eins hatte »Womens Champions-League-Viertelfinalist« München über weite Strecken Feldvorteile, doch keine zwingende Torchance. Der Treffer zur 1:0-Führung durch Mandy Islanker (38.) kam etwas überraschend. Die zweimalige Bundesliga-Torschützenkönigin traf aus acht Metern - das Leder prallte vom Innenpfosten ins Netz. Dabei hatte Sand
in der 15. Minute durch einen 25-Meter-Freistoß von Jana Vojtekova nur die Latte getroffen. Kurz danach der große Aufreger des Spiels. Von der rechten Außenbahn zirkelte Vojtekova das Leder Richtung Elfmeterpunkt und Nadine Prohaska traf mit einem Drehschuss ins Netz - aber Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer sah zum Entsetzen der Sanderinnen und ihres Anhangs Nina Burger im »aktiven Abseits« - eine nicht nachvollziehbare Entscheidung, denn Burger hatte nicht ins Spiel eingegriffen. »Wir haben uns in der Pause auf Video das angeschaut. Es ist schon bitter dieses Tor nicht zu geben«, schimpfte Sands Geschäftsstellenleiterin Claudia von Lanken.
In Durchgang zwei zunächst die Bayern mit Druck und Möglichkeiten durch Lina Magull (50.) und Sidney Lohmann (54.), danach war der SC Sand aber im Spiel und setzte Nadelstiche. Die Partie wurde intensiver und in der 71. Minute der Ausgleichstreffer. Die eingewechselte Sylvia Arnold schlug einen Eckball und den abgewehrten Ball brachte Nadine Prohaska zurück in die Gefahrenzone. Nina Burger stand goldrichtig und köpfte unhaltbar für ihre Landsfrau Manuela Zinsberger den Ball aus sechs Metern ins Netz. Die letzten Minuten der Partie, die 95 Minuten lief, stand Sand unter Druck: Sara Däbritz scheiterte an Torfrau Carina Schlüter (88.), Sidney Lohmann am Pfosten (90 + 3) und die Niederländische Europameisterin Lineth Beerensteyn ebenfalls an Carina Schlüter (90 + 5), die in dieser Szene Kopf und Kragen riskieren musste.
»Wir haben uns ein bisschen was vom SC Freiburg im Samstagspiel gegen die Bayern abgeguckt, wie das hier funktionieren kann«, lachte Claudia von Lanken nach dem Schlusspfiff, um dann wieder ernst zu werden: »Die Mannschaft hat das gut gemacht, der Punkt ist verdient. Wir haben diesmal das mitgenommen, was wir in Essen haben liegen lassen. Unser Fight wurde belohnt.«. Der Sander Bus machte sich halb leer auf den Weg zurück nach Sand. Die meisten Nationalspielerinnen flogen direkt in ihre Heimat, da jetzt wieder Länderspielpause ansteht. Das nächste Spiel ist das DFB-POKAL Viertelfinale gegen die TSG Hoffenheim am 18.11. um 12:00 Uhr im Orsay Stadion.

FC Bayern München - SC Sand

München: Zinsberger, Demann (70. Lewandowski), Beerensteyn, Lohmann, Magull (59. Rolfö), Hendrich, Skorvankova, Wenninger, Maier, Islacker (79. Roord), Däbritz.

Sand: Schlüter, Santos, Caldwell, van Bonn, Prohaska, Sehan (68. Arnold), Savin, Georgieva, Burger (83. Blagojevic), Vojtekova, Fiebig.


Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer; Zuschauer:

Tore: 1:0 (38.) Islacker, 1:1 (71.) Burger.

Autor: SC Sand
Bildquelle: Allianz Frauen-Bundesliga
Veröffentlicht am 04.11.2018 um 21:20