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In Duisburg müssen Punkte her

Zwei Spiele, zwei Niederlagen, null Tore – so die bisherige Ausbeute des SC Sand in der noch jungen Bundesligasaison. Dennoch wäre es zu früh, von einem Fehlstart zu sprechen. Der Fußball-Bundesligist steht mit zwar null Punkten am Ende der Tabelle, befindet sich dort jedoch in prominenter Gesellschaft wie beispielsweise dem Champions-League-Anwärter TSG Hoffenheim, die ebenfalls ohne Zählbares in die Saison gestartet ist. Bei dem am Sonntag anstehenden Gastspiel beim MSV Duisburg, muss der SC allerdings punkten, „sonst wird es doof“, wie es Manager Gerald Jungmann kurz und bündig auf den Punkt bringt.

Der Blick auf die danach folgenden Begegnungen gibt nämlich kaum Anlass, sich auf einstellende Erfolgserlebnisse zu freuen. Mit Turbine Potsdam, dem VfL Wolfsburg und der Frankfurter Eintracht stellen sich den Ortenauerinnen in der darauffolgenden englischen Woche gleich drei Hochkaräter in den Weg. Die Partie in Duisburg kann daher richtungsweisend für die gesamte restliche Spielzeit werden.

„Der MSV wird eine der Mannschaften sein, die bis zum Schluss ein Konkurrent in Sachen Klassenerhalt für uns sein werden. Daher muss am Sonntag mindestens ein Punkt mit nach Sand genommen werden“, gibt sich der sportliche Leiter Sascha Reiß eher bescheiden. Er will damit auch ein wenig den Druck von der Mannschaft nehmen, die sich der Lage allerdings bewusst ist. „Wir haben nach wie vor volles Vertrauen in diese Mannschaft und sind froh, dass unsere Trainerin zurück ist und nun zu einhundert Prozent für das Team da sein wird“, sagen Jungmann und Reiß unisono. Nora Häuptle weilte die zurückliegenden zehn Tage bei der schweizerischen U 19-Nationalmannschaft, was bei Vertragsunterschrift so vereinbart war. Nun allerdings wird sich die Eidgenossin voll auf den SC Sand konzentrieren, was auch notwendig sein wird. Die beiden Co-Trainer Sascha Reiß und Rainer Hannig haben die Mannschaft durch die Länderspielpause gebracht, in der auch sechs Spielerinnen des SC Sand für ihre jeweilige Nation am Ball waren.

Personell sieht die Lage für das Duisburg-Spiel wie folgt aus: Marina Georgieva und Dörthe "Didi" Hoppius sind wieder fit, Neuzugang Patricia George verletzte sich allerdings bei ihrem Debüt im Heimspiel gegen Freiburg und wird definitiv ausfallen, Danielle Tolmais ist angeschlagen, was Häuptle die Alternativen in der bisher eher harmlosen Offensive ausgehen lässt. Denn klar ist, dass in Duisburg das erste Saisontor erzielt werden sollte, ansonsten wird es schwer, mit den ersten Zählern, die in Sand so dringend benötigt werden.

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: Juliet B.
Veröffentlicht am 26.09.2020 um 15:40

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