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Den jüngsten Heimsieg vergolden

Nach den drei „Bonuspunkten“ gegen Eintracht Frankfurt, wie sie Sascha Reiß bezeichnet, fährt der SC Sand jetzt zu einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Am Samstag geht die Reise zum SV Werder Bremen, wo am Sonntag (14 Uhr) das Auswärtsspiel beim Drittletzten über die Bühne geht. Die Werder-Frauen sind als Aufsteiger noch nicht in der Liga angekommen und mussten bis zum Nachholspiel am Mittwochabend gegen Mitaufsteiger Meppen auf ihre ersten Punkte warten.

Allerdings sollte das den Bundesliga-Frauen aus Sand keinen Sand in die Augen streuen, denn in einem Punkt sind sich beide Teams sehr ähnlich: im desaströsen Torverhältnis. Beide Mannschaften mussten bisher 18 beziehungsweise 19 Gegentreffer einstecken. Getroffen hat Bremen bisweilen immerhin fünfmal, die Ortenauerinnen trafen einmal weniger in des Gegners Gehäuse.

So viel zur Theorie, auf die nicht immer aufgebaut werden kann, denkt man nur an das jüngste Heimspiel des SC Sand zurück, indem die Elf von Trainerin Nora Häuptle in einem aufopferungsvollen Kampf und mit Teamgeist den klar favorisierten Gast Eintracht Frankfurt nach einem 1:2-Rückstand noch besiegen konnte. Eben diese drei Bonuspunkte will Sascha Reiß, der sportliche Leiter des SC Sand, jetzt in Bremen „vergolden.“
„Wir haben in der Partie gegen Frankfurt sehr viel Selbstvertrauen getankt, die Stimmung im Team ist hervorragend, daher sollte es in Bremen natürlich mindestens ein Punkt werden, sonst war der Sieg gegen die Eintracht nichts wert“, nennt er die offizielle Zielvorgabe. Wer den ehrgeizigen Vollblut-Fußballer und Trainer Reiß allerdings näher kennt, der weiß, dass er mit einem Unentschieden nicht ganz so zufrieden nach Hause fahren würde, wie mit einem erhofften Sieg. „Wir haben in Duisburg schon gezeigt, dass wir auch spielerisch Akzente setzen können. Wir müssen in Bremen aufpassen, nicht kalt erwischt zu werden, dann bin ich guter Dinge und wir wären im Soll.“

Wieder einmal muss sich der SC-Tross auf eine weite Reise begeben, wie zuletzt unter der Woche nach Wolfsburg. Acht Stunden sind in Richtung Bremen eingeplant, die es direkt nach der Begegnung am Sonntag wieder in Richtung Heimat zu absolvieren gilt. Danach wird das Team mit einem spielfreien (Länderspiel-)Wochenende belohnt, ehe es eine Woche später, am 31. Oktober, in der zweiten DFB-Pokalrunde ins Saarland geht. „Vor der Länderspielpause würden uns die drei Punkte aus Bremen sehr guttun, um dann im November mit den Heimspielen gegen Essen und Meppen nachlegen zu können“, so Reiß abschließend.

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: SVW
Veröffentlicht am 16.10.2020 um 12:10

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