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SC Sand startet beim FC Bayern in die Saison / Klassenerhalt primäres Ziel

Mit der Vorbereitung auf die am Sonntag für den Frauen-Bundesligisten SC Sand beginnende Saison zeigten sich die Verantwortlichen weitestgehend zufrieden – auch wenn die Bedingungen alles andere als normal waren. Fünf Wochen lang trainierte der sportliche Leiter Sascha Reiß das Team, ehe Ende August mit Nora Häuptle die neue Trainerin vorgestellt werden konnte. Am Samstag macht sich der SC-Tross nun auf gen Bayern, wo am Sonntag um 14 Uhr der deutsche Vizemeister FC Bayern München wartet. Zweifellos eine hohe Hürde zum Rundenauftakt.

„Der Saisonauftakt ist hammerhart“, schätzt der geschäftsführende Vorstand und SC-Manager Gerald Jungmann die Lage ein. Eine Woche nach dem Gastspiel in München kommt der SC Freiburg zum Derby ins Kühnmatt-Stadion, nach der Länderspielpause warten unter anderem der VfL Wolfsburg, Turbine Potsdam und Eintracht Frankfurt. „Vielleicht ist es gut, diese Gegner gleich zum Rundenbeginn zu haben“, so Jungmann, der frühzeitig den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen möchte. „Es wäre schön, dieses Ziel schnell zu erreichen, um danach ohne Druck aufspielen zu können. Ich habe vollstes Vertrauen in die junge Mannschaft und vor allem in unsere Trainerin Nora Häuptle.“

Für den sportlichen Leiter Sascha Reiß sieht das Saisonziel primär nicht viel anders aus. „Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt eintüten und nach Möglichkeit die Platzierung und die Punktausbeute aus der Vorsaison zumindest bestätigen. Alles was darüber hinaus möglich ist, betrachten wir als Bonus“, so Reiß. Er sieht die Liga in zwei Lager aufgeteilt. Da wären zum einen die Alphatiere wie Bayern, Wolfsburg, Hoffenheim, Frankfurt und Potsdam, denen die anderen sieben Teams gegenüberstehen. Von denen wünscht sich Reiß insgeheim am Ende „The best of the rest“ zu werden. „Der Frauenfußball in Deutschland ist am wachsen, er bekommt immer mehr Anerkennung, was uns freut“, so der sportliche Leiter des Ortenauer Bundesligisten. „Wolfsburg und Bayern haben allerdings mit Pernille Harder und Melanie Leupolz ihre Vorzeige-Spielerinnen verloren, da bleibt abzuwarten, wie sie das verkraften.“ Diese beiden spielen in der kommenden Saison für den FC Chelsea.

Für die neue Trainerin Nora Häuptle ist dennoch die Bundesliga die stärkste in Europa, wenngleich sie die englische Liga nahezu im selben Atemzug nennt. Häuptle tut sich schwer, ein exaktes Saisonziel auszugeben, was allerdings nicht daran liegt, dass sie das Team erst seit zwei Wochen kennt. „In Deutschland nennt man gerne quantitative Ziele wie Platzierungen oder Punkte, das ist nicht unbedingt meine Philosophie. Dafür ist es meines Erachtens auch noch viel zu früh. Wir müssen weiter daran arbeiten, professionelle Strukturen zu schaffen, vor allem aber uns als Mannschaft zu entwickeln. Die Grundprinzipien müssen sitzen, damit wir die weiteren Bausteine darüber setzen können, dann werden auch die entsprechenden Ergebnisse kommen“, so die Schweizer Fußball-Lehrerin.

Zum ersten Spiel beim Vize-Meister Bayern München gibt sich Häuptle kämpferisch: „Klar sind die auf dem Papier der klare Favorit, doch jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden. Wir haben einen genauen Game-Plan und wollen sie mit diesem überraschen. Schauen wir nach dem Spiel, ob alles so gekommen ist, wie es alle erwarten.“

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: DFB.tv
Veröffentlicht am 04.09.2020 um 08:22

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