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Engagierter Auftritt wird nicht belohnt

Ein Ausflug, auf den niemand so richtig Lust hatte, brachte für den SC Sand am Ende auch nichts Zählbares ein. Mehr als neun Stunden lang ging es am Dienstag auf die Reise nach Brandenburg zum Auswärtsspiel beim 1. FFC Potsdam, genauso lange nach dem Schlusspfiff wieder zurück in die Heimat, um in tief schlafender Nacht wieder im Badischen anzukommen. Dazwischen stand der 20. Spieltag der Frauen-Bundesliga auf dem Programm, der für die Spielerinnen trotz einer engagierten Leistung mit einer 1:2-Niederlage endete.

Wie im jüngsten Heimspiel gegen Hoffenheim, so waren die Sanderinnen auch in Potsdam zunächst Herr der Lage und überraschten mit frühem Pressing. Trainer Sven Thoß nahm gegenüber der jüngsten Heimniederlage eine Veränderung in der Startelf vor – Dörthe Hoppius rückte für Dina Blagojevic in die Formation. Ein erneut frühes Gegentor machte die überraschend aggressive Taktik von Thoß schnell wieder zunichte. Diane Caldwell veränderte mit einer reflexartigen Bewegung des rechten Arms im eigenen Strafraum die Flugbahn des Balles, worauf die Unparteiische auf Elfmeter für die Gastgeberinnen entschied. Johanna Elsig ließ sich diese Chance in der elften Spielminute nicht entgehen und Charlotte Voll im Sander Gehäuse keine Chance. Nur drei Minuten später erneut die kalte Dusche für die Ortenauerinnen, weil Malgorzata Mesjasz freistehend zum Kopfball kam und aus kurzer Distanz auf 2:0 erhöhte (14.).

Die Turbine hatte bis zur 60. Minute alles im Griff, die Gäste aus Sand steckten allerdings nie auf und belohnten sich mit dem Anschlusstreffer zum 2:1. Nach einem Eckball von rechts hielt die kurz zuvor eingewechselte Marion Gavat einfach mal drauf, ihren Schuss lenkte Myrthe Moorrees mit dem Kopf ins Tor. Im Anschluss hielt Charlotte Voll ihre Farben im Spiel und musste in der 67. Minute gegen Viktoria Schwalm Kopf und Kragen riskieren. Am Ende wurde der aufopferungsvolle Kampf der Gäste aus Sand nicht belohnt, auch weil Viktoria Pinther kurz vor dem Ende an der gut reagierenden Potsdamer Schlussfrau Zala Mersnik scheiterte.

Für Sven Thoß war es zumindest eine Reise in seine Heimat, für alle anderen Beteiligten ein Ausflug, den man sich gerne erspart hätte. Auf Seiten des SC Sand sehnt man derweil das Ende der Saison herbei. Auch in Potsdam hatte Trainer Thoß lediglich 13 Feldspielerinnen zur Verfügung. Die Planungen der neuen Mannschaft laufen daher auf Hochtouren, um in der kommenden Spielzeit mit einem wesentlich breiteren Kader auch den Konkurrenzkampf zu vergrößern. Da der Klassenerhalt bereits unter Dach und Fach ist, hofft man in Sand in den letzten beiden Spielen, am Sonntag zu Hause gegen Jena und eine Woche später in Köln, auf einen versöhnlichen Saisonabschluss. Beide Gegner rangieren in der Tabelle deutlich hinter den Ortenauerinnen.

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: Saskia Nafe
Veröffentlicht am 18.06.2020 um 10:57

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