Der Championsleague-Sieger Lyon ist das non plus Ultra.


Nach einer einwöchigen Urlaubspause endete die Highlight-Partie für das Bundesligateam der SC Sand Frauen mit einem klaren 0:7 Sieg für den Championsleague-Sieger aus Lyon. Dabei mussten die Sanderinnen neben den Langzeitverletzten Schlarb und Gaugigl, unter anderem verletzungsbedingt auf Burger, Nikolic und Meyer verzichten.

Die Französinnen gaben von Beginn an Vollgas. Sichtlich beeindruckt von dem hohen Tempo, verstrichen nur wenige Spielminuten. Bis durch einen Stellungsfehler der Sander Defensive und einem tollen Pass in den 16er, Le Sommer den ersten Treffer für Lyon erzielte. Gefolgt von 3 weiteren Treffern durch Le Sommer, Hegerberg und erneut Le Sommer.
Mit viel Spielwitz und zielgenauen Bällen in die Spitze, ließ Europas Top-Team den Sanderinnen kaum eine Chance. Mitte der ersten Hälfte dann der große Schock für das Team um Trainer Sascha Glass, Anne van Bonn wurde nach einer Abwehraktion vom Ball am Kopf getroffen und musste benommen den Platz verlassen.
Der anschließende Halbzeitpfiff bot Sand die Chance sich kurz zu sammeln.
Nach den Einwechslungen von Savin, Schöppl, Fiebig und McLeod versuchte Sand noch einmal neu zu starten. Doch Lyon ließ ihnen keine Luft zum Atmen. Drei Tore bestätigten aufs neue die doch klaren Verhältnisse.
So musste sich das Frauen-Team lediglich mit dem Gewinn an hoffentlich wertvoller Erfahrung für die anstehende Bundeligasaison zufrieden geben.


Trainer Sascha Glass nach der Partie:" Dies war mit Sicherheit eine sehr lehrreiche Partie für uns. Auch wenn das Ergebnisse doch sehr deutlich ausfällt, haben wir einige Tore leichtsinnig hergeschenkt. Das ist in einem solchen Spiel natürlich sehr ärgerlich.
Ausschlaggebend für das Ergebnis waren jedoch nicht alleine unsere Fehler, sondern die erwartete Überlegenheit der Spielerinnen von Lyon im spielerischen, so wie körperlichen Bereich. Gerade auch im letzteren sehe ich bei einigen unserer Spielerinnen Nachholbedarf.
Trotz allem bin ich dankbar für das Spiel, nach den Siegen in den vergangenen Testspielen, sind wir erstmals richtig in der Defensive gefordert worden. Dies hat uns nochmal klar aufgezeigt und auch bestätigt, woran wir im Training weiterhin arbeiten müssen. Hinzu kommt, dass Lyon für mich im Moment das weltbeste Team ist. Noch nie zuvor habe ich im Frauenbereich eine solche Effektivität gesehen.
Wir versuchten unsere Spielphilosophie treu zu bleiben und wollten uns nicht über 90 Minuten verstecken.
Ich habe von der Mannschaft bewusst gefordert schon früh Bälle zu erobern und zu sichern, um eigene Ballbesitzphasen zu erzwingen. So hatten wir immer wieder gute Momente, in denen wir aggressiv waren und Druck auf den Gegner ausüben konnten. Besonders positiv gefallen hat mir, wie meine Spielerinnen Bälle im Mittelfeld gefordert haben, dies führte zu eigenen Ballbesitzphasen. Dies sind immer wieder wichtige Trainingsinhalte von uns. Es macht mich sehr stolz zu sehen, dass es der Mannschaft gelungen ist, diese Elemente gegen einen Top-Gegner wie Lyon immer wieder aufblitzen zu lassen. Für uns war es eine wichtige Erfahrung. Genau aus diesem Grund bin ich sehr dankbar für einen Test auf diesem Niveau.
Nun geht es in die letzten drei Wochen der Vorbereitung in welchen uns noch einmal ein Test gegen einen direkten Bundesligakonkurrenten erwartet."

Am Samstag den 25.08.18 treffen die SC Sand Frauen im letzten Test auf die Frauen der TSG 1899 Hoffenheim. Anpfiff ist um 11:00 Uhr im Sander Orsay Stadion.
Anschließend folgt das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen den SV 67 Weinberg am 09.September.

Startelf:

SCS: Schlüter, Georgieva, Caldwell, Vetterlein, Vojtekova, van Bonn, Prohaska, Blagojevic, Santos, Pinther, Sehan.

OLL: Bouhaddi, Buchanan, Mbock, Bronze, Simon, Henry, Christiansen, Majri, Cascarino, Le Sommer, Hegerberg

Ergebnis: OLL 7:0 SCS

Autor: Timm Weiner
Bildquelle: Ralph Braun
Veröffentlicht am 20.08.2018 um 16:40