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Die Luft wird dünner / SC Sand verliert mit 2:5 in Potsdam

Die verbleibenden Spiele in der Frauen-Fußball-Bundesliga werden weniger und die Punkte nicht mehr. So einfach lässt sich die Situation beim SC Sand zusammenfassen, wo die Luft allmählich dünner wird. Nach der 2:5-Niederlage bei Turbine Potsdam richten sich nun alle Augen auf den Abstiegsgipfel am kommenden Mittwoch (14 Uhr) zu Hause gegen den Tabellenletzten MSV Duisburg. Beim erneuten Gastspiel in Brandenburg siegten die Gastgeberinnen vielleicht mit einem Tor zu hoch, an der Berechtigung des Erfolgs für die Turbinen gibt es allerdings keinen Zweifel.

Beim SC Sand taten sich einmal mehr eklatante Abwehrschwächen auf, denn nicht umsonst kamen die Brandenburgerinnen zu fünf Treffern. Bereits in Minute acht war dies zu erkennen, als sich Nina Ehegötz über die linke Sander Abwehrseite durchsetzen konnte und Selina Cerci vor dem Tor keine Mühe hatte, den Ball im von Jasmin Pal gehüteten Tor unterzukriegen.

Nach dieser frühen „kalten Dusche“ sah es kurzzeitig danach aus, als würden die Ortenauerinnen sich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen, ging die Elf von Trainerin Nora Häuptle in der Anfangsphase doch sehr engagiert zu Werke. Der verdiente Lohn zu diesem Zeitpunkt war der Ausgleich durch Noemi Gentile, die in der 17. Spielminute eine Hereingabe von Patricia George zum 1:1-Ausgeich vollstrecken konnte.
Die Freude beim Tabellenvorletzten aus dem Hanauerland währte aber nur kurz: ein Traumtor von Ehegötz, die den Ball aus 18 Metern direkt in den Torwinkel zimmerte, ließ den SC Sand erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Cerci machte die Lage vor der Pause noch prekärer, die bei ihrem zweiten Treffer den Ball im Sander Fünfmeterraum ungehindert annehmen konnte und aus der Drehung ins kurze Eck den 3:1-Halbzeitstand herstellte.

Nora Häuptle brachte zur zweiten Halbzeit mit Dörthe Hoppius für Torschützin Gentile eine zweite Stürmerin auf den Platz und zeigte damit, dass der SC Sand nicht gewillt war, sich kampflos seinem Schicksal zu ergeben. Hoffnung keimte in der 50. Minute auf, als Potsdams Merle Barth einen Eckball von Emily Evels ins eigene Tor verlängerte. Der 2:3-Anschlusstreffer brachte die Hausherrinnen kurzzeitig aus dem Konzept, allerdings wusste Sand die Unsicherheit des Tabellenvierten nicht für sich zunutze zu machen, auch wenn Häuptle mit Summer Green und Phoenetia Browne jetzt die geballte Sander Offensivkraft auf dem Feld vereinte.

Spätestens nach einem Foul von Michaela Brandenburg an Melissa Höbinger im eigenen Sechzehner und dem verwandelten Strafstoß durch Johanna Elsig in der 79. Minute war klar, dass auch diese Reise nach Potsdam ohne Punkte enden würde. Den Endstand besorgte Dina Oschmann vier Minuten später, nachdem mehrere Klärungsversuche der Sander Abwehr nicht den gewünschten Erfolg einbrachten.

Die Lage hat sich durch die jüngsten Punktgewinne des SV Meppen und SV Werder Bremen in der vergangenen Woche für den SC Sand keineswegs verbessert. Dem Spiel am kommenden Mittwoch kommt damit eine immer entscheidendere Bedeutung zu. Sollte der SC Sand diese Nachholbegegnung für sich entscheiden, sieht die Welt im Kühnmatt-Stadion allerdings wieder deutlich besser aus.


Turbine Potsdam: Mersnik – S. Holmgaard, Elsig, Barth (64. Agrez), Weidauer – Graf, K. Holmgaard, Gerhardt (56. Höbinger), Chmielinski (73. Mesjasz), Ehegötz (64. Orschmann) – Cerci (56. Kössler).

SC Sand: Pal – Kreil, Moorrees, Georgieva, Jordan – Brandenburg, Loos, Gentile (46. Hoppius), Evels, George (62. Green) – Plasmann (62. Browne).

Schiedsrichterin: Anna-Lena Heidenreich (Lübeck) – Zuschauer: keine – Tore: 1:0 Cerci (8.), 1:1 Gentile (17.), 2:1 Ehegötz (24.), 3:1 Cerci (34.), 3:2 Barth (50., ET), 4:2 Elsig (79. FE), 5:2 Orschmann (83.).

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: Sportbuzzer/Julius Frick
Veröffentlicht am 14.03.2021 um 18:48

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