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SC Sand verliert auch zweites Saisonspiel / Pal verhindert Schlimmeres

Zehn Minuten waren gespielt im Kühnmatt-Stadion in Sand, bis die guten Eindrücke der Anfangsoffensive der Gastgeberinnen den Geschehnissen der Vorwoche wichen. Die Mannschaft von Trainerin Nora Häuptle begann im Derby gegen den SC Freiburg sehr engagiert und druckvoll, hätte in dieser Phase auch gerne einen Elfmeter zugesprochen bekommen können, um dann in der 14. Spielminute mit 0:2 im Hintertreffen zu liegen – analog vor einer Woche in München. Am Ende stand es 0:3 und den erstmals seit März wieder im Stadion zugelassenen Zuschauern war klar, dass die Saison für den SC Sand keine leichte werden wird.

„Sand hat in beiden Halbzeiten sehr gut begonnen und wir hatten in diesen Phasen jedes Mal Glück, dass wir keinen Gegentreffer bekommen haben“, sagte Gästetrainer Daniel Kraus und brachte es damit auf den Punkt. Jeweils über die linke Seite mit Chiara Loos startete der SC Sand fulminant, scheiterte aber jeweils an dem nicht ankommenden „letzten Ball“, wie es Häuptle analysierte. Dass sich die Partie dann plötzlich drehte lag an vermeidbaren Ballverlusten, die die Freiburgerinnen ins Spiel brachten, was diese dankbar annahmen. Nach einem abgeblockten Freistoß aus 18 Metern reagierte Samantha Steuerwald am schnellsten und ließ Jasmin Pal im Tor der Gastgeberinnen keine Chance (11.). Gleiches ereignete sich nur drei Minuten später, als Pal gedankenschnell gegen Lina Bürger parierte, Sandra Starke jedoch schneller als jede Abwehrspielerin reagierte und ohne Mühe das 0:2 erzielen konnte. „Wir haben es nach den ersten zehn Minuten richtig gut gespielt und hatten vor allem bei den zweiten Bällen die Nase vorne, wodurch wir die Tore erzielen konnten“, so Kraus.

Pal rückte im Übrigen für Jacintha Weimar in die Startelf und zwischen die Pfosten, weil ihre offensive Spielweise dem Matchplan gegen den SC Freiburg eher entgegenkam. Sie rechtfertigte ihre Aufstellung mit zahlreichen Paraden – ließ den Sander Verantwortlichen allerdings auch einmal den Atem stocken. In Minute 39 foulte sie nämlich die bereits in Richtung Eckfahne laufende Lina Bürger, parierte aber wiederum den gut geschossenen Strafstoß von Rebecca Knaak glänzend. Das wäre das 0:4 gewesen, da bereits zwei Minuten zuvor Lisa Karl mit einem abgefälschten Schuss aus 16 Metern das Endresultat von 0:3 markierte.

Im zweiten Durchgang stand die Sander Defensive deutlich stabiler und was dort nicht geklärt werden konnte, hielt Pal fest. Allerdings war auch die bereits in München zu erkennende mangelnde Torgefahr der Ortenauerinnen nicht nur in Halbzeit zwei ein großes Thema.
„Wir hatten heute das Momentum nicht auf unserer Seite“, sagte Häuptle, „wenn wir nach dem 0:3 den Anschluss schaffen denke ich, wären wir wieder zurück ins Spiel gekommen. Wir müssen jetzt an unseren Automatismen arbeiten und neues Selbstvertrauen tanken. Wir haben heute gesehen, dass solche vermeidbaren Gegentreffer die junge Mannschaft schnell für mehrere Minuten aus der Bahn werfen.“

Kommende Woche ist Länderspielpause, in zwei Wochen geht es für den SC Sand zum MSV Duisburg, ehe danach in der englischen Woche mit Potsdam, Wolfsburg und Frankfurt die richtig dicken Brocken warten.

SC Sand: Pal – Brandenburg, Moorrees, Caldwell, Sakar – Loos, Evels, Balcerzak (46. Gentile), Kreil, Blagojevic (89. Süle) – Tolmais (46. George, 69. Schaber).
SC Freiburg: Nuding – Karl, Steuerwald (81. Stegemann), Knaak, Vojtekova – Müller (63. Megroz), Minge, Hoffmann (63. Wittje), Starke, Bürger (89. Büchele) – Kayikci (89. Memeti).
Schiedsrichterin: Laura Duske (Leverkusen) – Zuschauer: 250 – Tore: 0:1 Steuerwald (11.), 0:2 Starke (14.), 0:3 Karl (37.) – Bes. Vorkommnis: Pal hält Foulelfmeter von Knaak (39.).

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: Ralph Braun
Veröffentlicht am 13.09.2020 um 20:06

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