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Keine Punkte zum Saisonabschluss beim Absteiger

Das war’s! Die wohl geschichtsträchtigste Saison in der Frauen-Bundesliga ist zu Ende. Für die Spielerinnen des SC Sand endete diese mit einem guten achten Platz und der Erkenntnis, dass man sich auch in dieser Spielzeit nie in Abstiegsgefahr befand. Allerdings wurden seit dem Re-Start nach der Corona-Pause lediglich zwei Spiele gewonnen – in Duisburg und zu Hause gegen den Tabellenletzten Jena. Im Pokal schied man nach enttäuschender Leistung bei Zweitliga-Schlusslicht Bielefeld aus. Der Klassenerhalt kann daher gut und gerne der soliden Vorrunde zugeschrieben werden. Für die Spielerinnen und den Trainerstab geht es nun mit sechswöchiger Verspätung in den wohlverdienten Urlaub – viele von ihnen werden bekanntermaßen nicht mehr nach Sand zurückkehren.

Das letzte Saisonspiel endete für das Team von Trainer Sven Thoß mit einer 0:1-Niederlage beim Absteiger 1. FC Köln. Für die Gastgeberinnen aus der Rhein-Metropole ging es in dieser Partie noch mal um alles, für die Gäste aus Sand um rein gar nichts mehr. Allerdings war von Anfang an klar, dass niemand im Lager des SC dieses Spiel herschenken wollte, was Thoß seinen Spielerinnen auch deutlich machte. Die Botschaft kam an und die Ortenauerinnen präsentierten sich bei der Geißbock-Elf zunächst hellwach, auch wenn die Kölnerinnen das klarere Plus an Chancen vorzuweisen hatten. Theresa Gosch zielte in der 15. Spielminute knapp über das von Charlotte Voll zum letzten Mal gehütete Sander Tor, Amber Barrett traf drei Minuten später nur die Latte. Auch in der Folgezeit ging deutlich mehr Torgefahr von den Einheimischen aus, die ganz klar ihr Heil in der Offensive suchten, mussten sie dieses Spiel gewinnen, um die Klasse eventuell halten zu können. Da allerdings Duisburg in Jena gewann, hatte das Ergebnis in Köln am Ende lediglich noch statistischen Wert.

Das Siegtor und der zunächst einmal letzte Bundesligatreffer für die Frauen des 1. FC Köln fiel in der 62. Spielminute. Gosch stand plötzlich alleine vor Voll, die deren Schuss noch toll parieren konnte, gegen den Nachschuss von Barrett hatte sie allerdings keine Chance Neun Minuten zuvor hätte Ricarda Schaber der Partie eine andere Wendung geben können: Frei vor FC-Keeperin Elvira Herzog scheiterte sie allerdings an deren reflexartiger Abwehr.

Für Anne van Bonn war es nach 322 Einsätzen in der Frauen-Bundesliga und 131 Bundesliga-Spielen für den SC Sand der letzte Auftritt. „Es ist ein komisches Gefühl, weil das alles vor leeren Rängen passiert und man einfach so vom Platz geht und das war’s“, so van Bonn. Die Partie ordnete sie wie folgt ein: „Der Spielverlauf war so abzusehen, Köln musste gewinnen, um die Chance zu wahren, in der Liga zu bleiben. Am Ende haben sie glücklich gewonnen.“ Trainer Sven Thoß stand nach zuletzt anstrengenden Wochen ebenfalls nochmals Rede und Antwort: „Wir wollten heute mehr nach vorne machen, das ist uns nicht so gut gelungen, was allerdings in der zweiten Halbzeit besser wurde. Unterm Strich war es ein durchwachsenes Spiel von uns heute, mit 25 Punkte sollte man allerdings zufrieden sein.“

Der Blick geht in Sand nun nach vorne. Der Kader für die kommende Spielzeit steht und in der Ortenau freut man sich auf die dann siebte Spielzeit in Folge in der Frauen-Bundesliga, die aller Voraussicht nach am ersten September-Wochenende beginnen soll.

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: SC Sand
Veröffentlicht am 28.06.2020 um 16:37

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