Logo Heim
Heimspiel

:::

TAGESTDMINSEK

Logo Gast

Effektivität schlägt Ballbesitz

Beim 3:0-Heimauftakt über die SGS Essen demonstrieren die Bundesliga-Spielerinnen des SC Sand ihre Tugenden: Defensive Aufopferungsarbeit und offensive Effektivität.

Willstätt-Sand (cvl) Durch die knappe Niederlage vor einer Woche beim VfL Wolfsburg tankten die Sanderinnen eine Menge Selbstvertrauen. Das konnte man am Sonntag im Orsaystadion deutlich sehen. Trotzdem hätte wohl niemand mit einem solch deutlichen Ergebnis gerechnet. Gerade in der ersten Viertelstunde fand der SC Sand überhaupt nicht ins Spiel. Immer wieder landeten die Bälle beim Gegner. Zwingende Chancen gab es dadurch aber keine, nur einige brenzlige Situationen, die aber von SC-Torfrau Manon Klett bereinigt wurden.

»Wir haben viele Fehlpässe gespielt, auch dadurch hatte Essen deutlich mehr vom Spiel. In dieser Phase waren wir nicht bei 100 Prozent, wo wir vergangenes Wochenende in Wolfsburg waren«, resümierte Sands Coach Sascha Glass in der Pressekonferenz.

Trotz Essener Feldüberlegenheit mit geschätzten 70 Prozent Ballbesitz, ging Sand wie aus dem Nichts in Führung. Ausgangspunkt war eine Ecke, die kurz ausgeführt wurde und Franziska Fiebig traf mit ihrem 1. Bundesligatreffer überragend mit einem Schlenzer in den hinteren Winkel 1:0 (18.). In der 27. Minute dann die nächste erfolgreiche Standartsituation. Ein Handspiel im Essener Strafraum ahndete Schiedsrichterin Ines Appelmann mit einem Elfmeter, den Spielführerin Anne van Bonn souverän zum 2:0 verwandelte.

Auch im zweiten Durchgang änderten sich die Ballbesitzanteile nicht, doch in der 53. Minute hätte Viktoria Pinther fast für die Vorentscheidung gesorgt, als sie nach einem langen Ball plötzlich freie Bahn hatte, das Leder aber über Torfrau Jil Strüngmann und das Tor lupfte.

Entschieden war die Partie dann in der 62. Minute, als van Bonn im Mittelfeld ins zaghafte Aufbauspiel der Gäste preschte und den eroberten Ball auf die in den offenen Raum stürmende Viktoria Pinther legte, war der Weg zum 3:0 geebnet. Die 20-Jährige musste nur querlegen, wo sie in Fiebig eine dankbare Abnehmerin fand.

"In der zweiten Halbzeit haben wir die Führung sehr gut verteidigt. Essen hatte kaum klare Chancen. Auch das heutige Spiel hat gezeigt, unser Team hält zusammen. Egal wie wir im Moment durchwechseln, das hat sich schon in den Testspielen gezeigt, dass wir auch dann keinen Abbruch haben", freute sich Sascha Glass, der seiner Mannschaft ein Riesenkompliment machte: "Keiner hätte hier geglaubt, dass wir gegen Essen 3:0 gewinnen."

„Wir hätten auch noch eine Stunde spielen können“, fand Essen-Defensivkraft Lena Sophie Oberdorf hinterher. Und klagte: „Hier ist es eben immer eklig.“



SC Sand – SGS Essen 3:0 (2:0)

Sand: Klett, Moorrees, Caldwell, van Bonn, Prohaska, Hoppius (69. Rijsdijk), Blagojevic (46. Brandenburg), Winczo, Fiebig, Balcerzak, Pinther (89. Schaber).

Essen: Strüngmann, Dzaltur, Senß, Schüller, Wilde (80. Grutkamp), Petzelberger, Anyomi (73. Brüggemann), Ostermeier, Oberdorf, Feldkamp, Knaak.

Schiedsrichterin: Ines Appelmann (Alzey); Zuschauer: 585.

Tore: 1:0 (18.) Fiebig, 2:0 (27./Handelfmeter) van Bonn, 3:0 (62.) Fiebig.

Autor: SC Sand
Bildquelle: Ralph Braun
Veröffentlicht am 26.08.2019 um 08:53