Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – 1. FFC Turbine Potsdam 1:2 (0:1)

Mit einer Niederlage verabschiedete sich der SC Sand in die kurze Winterpause. In einer intensiv geführten Begegnung hatten die Gäste vom 1. FFC Turbine Potsdam das bessere Ende für sich. Ein Tor kurz vor dem Halbzeitpfiff und ein Elfmeter aus einer unübersichtlichen Aktion heraus brachte Sand in Rückstand. Trainer Sascha Glass hatte seine Aufstellung auf zwei Positionen geändert. Für die angeschlagene Johanna Tietge kehrte die wiedergenesene Selina Wagner ins Mittelfeld zurück und im Angriff erhielt die großgewachsene Milena Nikolic gegen die körperlich große Potsdamer Abwehr von Beginn an Einsatzzeit. Vom Anpfiff an entwickelte sich eine kampfbetonte Begegnung, in der keine Mannschaft auf Ergebnis spielte. In den ersten Minuten hatte Potsdam mehr Ballbesitz, fand aber keine Mittel, die Sander Defensive zu überwinden. Nach einem Schuss von Nina Burger hatte Potsdam beim anschließenden Konter durch Anna Gasper die erste Tormöglichkeit (10.). Anschließend prüfte Nationalspielerin Svenja Huth zweimal Sands Torfrau Carina Schlüter. Die beste Abschlussmöglichkeit für Sand entwickelte sich aus einem Konter über Nikolic, die auf Laura Feiersinger zurücklegte, aber deren Schuss aus 20 Meter strich nur knapp über das FFC-Tor (20.). Zehn Minuten später setzte Jana Vojtekova einen direkt geschossenen Freistoß aus 18 Meter nur knapp neben den Pfosten. Zwischen der 25. und 40. Minute drückte Sand die Gäste weit in deren Hälfte zurück. Kurz vor der Pause brachte Sand mehrfach Flanken von Potsdam nicht weit genug vom der eigenen Strafraum weg. Bei einer dieser Situationen nahm die österreichische Nationalspielerin Sarah Zadrazil an der Strafraumgrenze den Ball volley an und traf unhaltbar zum 0:1 (45.). Danach ging es sofort in die Halbzeitpause. Die Gäste drängten zu Beginn des zweiten Durchgangs auf einen weiteren Treffer und Tabea Kemme köpfte den Ball nach einer Flanke von Amanda Ilestedt an die Latte (60.). Unübersichtlich war der Zusammenprall zwischen Verena Aschauer und Svenja Huth, der zum Strafstoß für Potsdam führte, den Rahel Kiwic zum 2:0 sicher verwandelte (65.). Fünf Minuten später war das Pech auf Sander Seite. Nach einer Flanke von Burger köpfte Nikolic den Ball an die Latte, von dort prallte das Leder an den Pfosten und vom Tor weg. Nach einem Freistoß von Laura Vetterlein unmittelbar hinter der Mittellinie köpfte Nina Burger den 1:2-Anschlusstreffer (73.). Trotz aller Bemühungen, das Spiel nochmals an sich zu reißen, kam Sand in der letzten Viertelstunde kaum in Schussposition. Nach einer Flanke von Dina Blagojevic endete auch der letzte Kopfball von Nina Burger in den Händen von Torfrau Lisa Schmitz. „Potsdam ist neben Wolfsburg die körperlich stärkste Mannschaft und da bemerkt man auch in dem Bereich die Unterschiede“, sagte SC-Trainer Sascha Glass und fügte hinzu: „Wir haben nochmals die letzten Reserven herausgehauen und hatten vor allem in der ersten Halbzeit eine gute Phase, um in Führung zu gehen.“ Am 8. Januar beginnt Sand wieder mit der Vorbereitung auf die Rückrunde und muss auch noch das Nachholspiel beim MSV Duisburg bestreiten, das noch nicht terminiert ist.

Autor: Udo Künster
Veröffentlicht am 13.01.2018 um 12:07