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Beste Saisonleistung reicht nicht / Traumtor durch Loos

Dem SC Sand reichte seine bis dato beste Saisonleistung nicht, um bei den Frauen von Bayer 04 Leverkusen etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Zwei kapitale Sander Abwehrfehler reichten den Gastgeberinnen zu einem denkbar knappen, und überaus glücklichen, 2:1-Erfolg. Die Elf von Trainerin Nora Häuptle war an diesem Nachmittag die bessere Mannschaft, lediglich die schlechte Verwertung der mindestens ein dutzend hochkarätiger Torchancen ließ zumindest einen Teilerfolg im Rheinland nicht zu.

Die Sander Bundesliga-Frauen begannen die Begegnung hellwach und hatten in Person von Dörthe Hoppius gleich drei große Einschussmöglichkeiten. Nach einem Fehler der Leverkusener Hintermannschaft kam Hoppius vollkommen frei vor Keeperin Anna Klink an den Ball, schloss allerdings vorschnell ab, so dass ihr Schuss in den Armen der Torhüterin landete (13.). Die beiden folgenden Chancen leitete jeweils Particia George ein, verpufften aber ebenfalls ungenutzt. Die Gastgeberinnen zeigten den Ortenauerinnen dann nach einer guten halben Stunde wie effektiv Kaltschnäuzigkeit in Zählbares umgemünzt werden kann: Henrietta Csiszar leitet ihren Treffer selbst ein, indem sie Sylwia Matysik im Sander Strafraum in Szene setzte, die an ihrem Pass zu Kristin Kögel nicht gehindert wurde, die wiederum mit der Hacke für Csiszar auflegte, was diese mit einem Schuss aus 16 Metern in den Winkel zurückzahlte (29.). Der Schock dieses Führungstreffers aus dem Nichts saß beim SC Sand tief, was Leverkusen wiederum eiskalt ausnutzte: Milena Nikolic machte es gegen ihren ehemaligen Verein richtig gut, profitierte aber auch von der kurzzeitig indisponierten Innenverteidigung – ihre Ballbeherrschung auf engstem Raum war allerdings sehenswert und das 2:0 aus kurzer Distanz die Folge.

In Sachen Ballgefühl stand dem Chiara Loss auf Seiten des SC Sand allerdings in nichts nach. Nachdem Hoppius in Minute 42 eine weitere Chance liegen ließ, schnappte sich Loos zwei Minuten darauf den Ball an der Mittellinie, umdribbelte gleich vier gegnerische Spielerinnen und schloss mit dem Prädikat „Traumtor“ aus 16 Metern mit links in den Leverkusener Torwinkel ab.

Diese Aktion gab den Sanderinnen Selbstvertrauen für den zweiten Durchgang, in dem es über weite Strecken nur in eine Richtung ging – in die von Anna Klink im Tor der Gastgeberinnen. Chancen im Minutentakt endeten aber an der vielbeinigen Abwehr der Bayer-Elf oder wurden von der Torlinie gekratzt. Unter dem Strich war auch Unvermögen dabei, um die Angriffe konsequent zu Ende zu spielen, Überzahl-Situationen clever auszunutzen oder die eine oder andere Abseitsstellung zu vermeiden. Am Ende brachten die Gastgeberinnen die knappe Führung über die Zeit und ließen niedergeschlagene Sander Spielerinnen auf dem Feld zurück, die an diesem Nachmittag zumindest einen Punkt, wenn nicht gar den Sieg, verdient gehabt hätten.

Bayer Leverkusen: Klink – Kerschowski, Brüggemann, Turanyi, Sahlmann (81. Jessen) – Wirtz, Matysik, Kögel (Rackow), Rudelic (46. Zeller) – Csiszar, Nikolic (91. Pinther).
SC Sand: Weimar – Brandenburg, Moorrees, Caldwell, Kreil – Blagojevic, George, Gentile, Evels, Loos – Hoppius (64. Georgieva).
Schiedsrichterin: Miriam Schwermer (Rieder) – Zuschauer: keine – Tore: 1:0 Csiszar (29.), 2:0 Nikolic (32.), 2:1 Loos (44.).

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: Heiko Borscheid
Veröffentlicht am 13.12.2020 um 19:14

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