Allianz Frauen-Bundesliga: MSV Duisburg – SC Sand

Die Bundesliga-Begegnung beim bisher punktlosen Schlusslicht MSV Duisburg wird für die Frauen des SC Sand zur Hängepartie. „Unsere Geschäftsstellenleiterin Claudia von Lanken bekam am Mittwoch mitgeteilt, dass die Stadt den Platz gesperrt hat“, sagte Sands Trainer Sascha Glass. Er wird seine Mannschaft dennoch intensiv auf das letzte Auswärtsspiel in diesem Jahr vorbereiten und würde gerne in Duisburg als auch eine Woche später daheim gegen Potsdam die Vorrunde ohne Nachholspiel beenden. Nach dem Sieg im DFB-Pokal in Köln und dem Einzug ins Viertelfinale wäre ein Erfolg in Duisburg ein weiterer Schritt vom Tabellenende weg und durch das Aufeinandertreffen von Potsdam und Hoffenheim auch eine Verbesserung in der Tabelle möglich. Sands Trainer lobte nochmals die professionelle Einstellung seiner Mannschaft beim Pokalspiel, die sich trotz zeitlicher Verlegung um eine Stunde nach hinten und den ganzen Turbulenzen rund um das Geißbockheim konzentriert auf das Spiel vorbereitet hat und sich fast nicht aus der Ruhe bringen ließ. „Die Umstände in Köln hatten nicht viel mit einer vernünftigen Vorbereitung auf ein Achtelfinale im DFB-Pokal zu tun“, war für Sascha Glass unter anderem die mangelhafte Kommunikation ein Ärgernis. Doch jetzt gilt der Blick nach vorne und auf die restlichen beiden Spiele der Vorrunde, die Glass mit einem fast kompletten Kader angehen kann. Bis auf die Langzeitverletzte Anna Schlarb sind wieder alle Spielerinnen fit und auch die zuletzt durch Länderspiele etwas müde wirkenden Nationalspielerinnen standen nach zwei freien Tagen am Mittwoch wieder frisch und ausgeruht auf dem Trainingsplatz. Sands Trainer warnt aber, den Gegner aufgrund des Tabellenstandes zu unterschätzen: „Das wird ein hartes Stück Arbeit.“ Duisburg habe bisher in acht von neun Saisonspielen nur knappe Niederlagen mit einem Tor Unterschied hinnehmen müssen und zuletzt in Hoffenheim zahlreiche Chancen ausgelassen. Ein Selbstläufer werde die Partie daher nicht, wenn sie überhaupt stattfindet.

Autor: Udo Künster
Veröffentlicht am 13.01.2018 um 12:02