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FC Bayern zeigt Sand schnell die Grenzen auf

Keine zehn Minuten waren vorüber, da hatte der Bundesliga-Alltag die Frauen des SC Sand wieder – und das mit voller Wucht. Nach zwei Standards und zwei Kopfballtoren führte der FC Bayern München in diesem ungleichen Duell schnell mit 2:0. Dass es nicht bereits in Halbzeit eins düster für die Gäste aussah lag daran, dass die Sanderinnen nach diesem schrecklichen Auftakt aufwachten und jetzt auch die Zuteilung passte. Allerdings sollte der Schein trügen, denn am Ende gewann der amtierende Vizemeister deutlich mit 6:0. Was beim ersten Blick wie ein Debakel aussieht, hätte so allerdings nicht passieren müssen.

70 Sekunden waren gespielt, da landete das Leder bereits zum ersten Mal im Tor von Jacinta Weimar, die die Pfosten auf dem Bayern Campus bestens kennt, wechselte sie doch erst vor wenigen Wochen von der Isar in die Ortenau. Nationalspielerin Lina Magull war es, die den Freistoß aus 20 Metern punktgenau auf Viviane Asseyi zirkelte, die unbehindert ins lange Eck einköpfen konnte (2.). Wäre es in der Szene, die zum 2:0 führte, kein Eckball gewesen, man hätte sie kaum voneinander unterscheiden können. Wieder war es Magull, die den Ball zielgerichtet auf Sydney Lohmann brachte, die ebenfalls vollkommen ungedeckt ins kurze Eck einnicken konnte.

Dieser Start passte der neuen Sander Trainerin Nora Häuptle freilich keineswegs. Deutliche Worte fand sie in Richtung der eigenen Defensive, zur Pause reagierte die Schweizerin und brachte Marina Georgieva für Patrycja Balcerzak, die fortan aus der Vierer- eine Fünferkette machte. Für die bei ihrem Debüt für den SC Sand in der Offensive nicht zur Geltung kommenden Danielle Tolmais kam Ricarda Schaber in die Partie. Da Sand allerdings stark in der eigenen Hälfte beschäftigt war, hatte auch Schaber keine Möglichkeiten, sich in der gegnerischen Zone in Szene zu setzen. Dass es nach 74 Minuten 0:4 aus Sicht der Ortenauerinnen stand, lag an vier Standardsituationen, die allesamt schlecht verteidigt wurden. Aus dem Spiel heraus hatte sich der FC Bayern bis dahin kaum Möglichkeiten erspielen können. Erneut war Magull jeweils wieder der Ausgangspunkt, vollenden konnten die beiden Eckbälle Marina Hegering und Kristin Demann. Ein Sonntagschuss von Sarah Zadrazil (83.) aus 22 Metern in den Winkel und ein Treffer von Lea Schüller kurz vor Spielende machten das halbe Dutzend voll.

„Bis zur 70. Minute haben wir dem Gegner keine Chance aus dem Spiel heraus zugelassen. Ich kann der Mannschaft in Sachen Einstellung nichts vorwerfen. Allerdings müssen wir die Schwächen bei Standards abstellen“, sagte eine keineswegs am Boden zerstörte Nora Häuptle nach dem Schlusspfiff.

Am schwersten wiegt aber die Tatsache, dass Laura Benkarth im Tor der Bayern kein einziges Mal von der Sander Offensive geprüft wurde und dass vier Gegentreffer unmittelbar nach Standards fielen. Am kommenden Sonntag besteht im Derby zu Hause gegen den SC Freiburg die Gelegenheit, sich für dieses keineswegs schlechte, aber im Ergebnis fatale, Spiel zu rehabilitieren.

Autor: Heiko Borscheid
Bildquelle: KNLR
Veröffentlicht am 06.09.2020 um 20:01

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